News: Das stärkste F1 Safety Car aller Zeiten…

Wenn am 12. März die neue Formel-1-Saison in Manama/Bahrain startet, geht das spektakulärste und leistungsstärkste Safety Car aller Zeiten mit an den Start: Der neue Mercedes-Benz SLS AMG! Der Flügeltürer  löst den SL 63 AMG ab, der 2008 und 2009 im Einsatz war…

„Zusammen mit dem gesamten AMG Team bin ich sehr stolz, dass der neue SLS AMG als Safety Car in der Formel 1 dabei ist. Es wird für alle Mercedes- und AMG-Fans ein spannendes Erlebnis, den Flügeltürer zusammen mit dem neuen Mercedes GP Petronas Team auf den Formel-1-Strecken zu sehen“, so Volker Mornhinweg, Vorsitzender der Mercedes-AMG GmbH. Zum Einsatz kommt der SLS AMG immer dann, wenn gefährliche Situationen wie Unfälle oder schlechtes Wetter den normalen Rennablauf gefährden. Der von Bernd Mayländer (38 Jahre, Deutschland) pilotierte SLS AMG steht während des gesamten Rennens in der Boxengasse parat. Nach einem Funkspruch von der Rennleitung gehen der ehemalige DTM-Pilot und sein Beifahrer, der FIA-Mitarbeiter Pete Tibbetts (44 Jahre, Großbritannien), auf die Strecke und setzen sich an die Spitze des Feldes, um die Formel-1-Rennwagen sicher um den Kurs zu führen.


Einzigartiges Fahrzeugkonzept für höchste Fahrdynamik

Der Mercedes-Benz SLS AMG ist für die anspruchsvolle Aufgabe in der Königsklasse des Motorsports bestens qualifiziert: Sein 6,3-Liter-V8-Motor realisiert eine Höchstleistung von 571 PS und ein maximales Drehmoment von 
650 Newtonmetern. Tempo 100 erreicht der Flügeltürer nach nur 3,8 Sekunden. Schnelle Rundenzeiten sind für das Safety Car Selbstverständlichkeit, denn andernfalls würden die Reifen und Bremsen der Formel-1-Boliden zu stark abkühlen und die Motoren unter Umständen überhitzen. Einen entscheidenden Beitrag zur ausgeprägten Fahrdynamik leistet das einzigartige Fahrzeugkonzept: Die Aluminium-Spaceframe-Karosserie sorgt für ein niedriges Fahrzeuggewicht von 1620 Kilogramm. Dank Trockensumpfschmierung ist das AMG V8-Triebwerk besonders tief eingebaut, was zu einer vorteilhaften Absenkung des Fahrzeugschwerpunkts führt. Die Einbauposition weit hinter der Vorderachse und das neue Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Anordnung an der Hinterachse begünstigen die Gewichtsverteilung – sie beträgt 47 zu 53 Prozent (vorn/hinten). Reinste Motorsporttechnik kommt beim AMG Sportfahrwerk zum Einsatz: Aluminium-Doppelquerlenkerachsen rundum sorgen für perfekte Fahrdynamik mit präzisem Einlenkverhalten, erstklassiger Agilität, geringer Massenträgheit bei spontanen Richtungswechseln und somit für einen hohen Kurvengrenzbereich.


Doppelkupplungsgetriebe und Keramik-Verbundbremsanlage

Das AMG SPEEDSHIFT DCT 7-Gang-Sportgetriebe mit Doppelkupplungstechnik zeichnet sich durch vier Fahrprogramme und schnelle Schaltvorgänge praktisch ohne Zugkraftunterbrechung aus – im manuellen „M“-Modus sind Gangwechsel in 100 Millisekunden möglich. Die integrierte mechanische Lamellen-Differenzialsperre stellt zusammen mit dem 3-Stufen-ESP eine ausgezeichnete Traktion sicher. Kürzeste Bremswege und höchste Standfestigkeit auch bei rennstreckentypischer Belastung verspricht die AMG Keramik Hochleistungs-Verbundbremsanlage mit üppig dimensionierten Keramikscheiben in 402 x 39 Millimetern vorn und 360 x 32 Millimetern hinten. Auf den gewichtsoptimierten Schmiederädern im 10-Speichen-Design sind Reifen im Format 265/35 R 19 (vorn) und 295/30 R 20 (hinten) montiert. Motor, Kraftübertragung, Fahrwerk und Bremsanlage des Safety Cars präsentieren sich gegenüber dem serienmäßigen SLS AMG unverändert. Das außergewöhnliche Technologie-Paket des Supersportwagens sorgt für perfekte Fahrdynamik und macht technische Änderungen sowie nachträgliche Leichtbau-Maßnahmen überflüssig. Einzige Ausnahme: Ein neu entwickelter Endschalldämpfer lässt den AMG V8-Hochdrehzahl-Saugmotor freier atmen und bietet den Formel-1-Fans ein noch emotionaleres Sounderlebnis.

Vom Serien-SLS unterscheidet sich das Safety Car äußerlich vor allem durch die markanten F1-Logos, Carbon-Außenspiegel und den charakteristischen Leuchtbalken mit integrierter TV-Kamera. Er sitzt auf einer neu entwickelten Carbon-Hutze, deren im Windkanal erprobte Form sicherstellt, dass der Heckflügel optimal angeströmt wird. Er fährt ab 120 km/h automatisch aus und sorgt zusammen mit dem Heckdiffusor für den nötigen Anpressdruck auf der Hinterachse. Im neuen, aerodynamisch besonders günstig gestylten Leuchtbalken übernehmen erstmals LEDs sämtliche Lichtfunktionen. Ihre Vorteile gegenüber den früher eingesetzten Glühbirnen liegen in der besonders schnellen Ansprechzeit und der geringen Stromaufnahme. Die beiden zentral positionierten grünen Leuchten werden aktiviert, wenn sich das Safety Car mitten im Feld einreiht und alle Rennwagen zunächst überholen soll. Sobald der SLS AMG die Führungsposition übernommen hat, signalisieren die äußeren orangen Blinkleuchten den Formel-1-Fahrern absolutes Überholverbot. Die stroboskopartigen Blitzlichter in den Scheinwerfern und Rückleuchten haben eine neutrale Signalfunktion und sind während des Einsatzes immer aktiv. Ein spezielles Nummernschild am Heck mit Safety-Car-Schriftzug und 700 LEDs sorgt bei Dunkelheit oder Regen für zusätzliche Sicherheit. Links vom Nummernschild ist eine Rückfahrkamera integriert; sie ermöglicht der Besatzung des Safety Cars 
via Monitor im Cockpit einen Blick auf das nachfolgende Formel-1-Feld.


Funktionelles Interieur mit AMG Sportschalensitzen

Beim Öffnen der markanten Flügeltüren blickt man auf ein funktionelles Cockpit, das sich – wie schon das Exterieur – nur wenig vom Serienfahrzeug unterscheidet. AMG Sportschalensitze mit schwarzer Lederpolsterung und Sechspunktgurten sorgen für optimalen Seitenhalt. Auf der rechten Seite der AMG DRIVE UNIT befinden sich vier farbige Taster zur Bedienung der verschiedenen Lichtfunktionen sowie des Signalhorns, das bei der Boxenein- und -ausfahrt aktiviert wird. Die Mittelkonsole ist ebenso in Echtcarbon ausgeführt wie weitere Interieur-Zierteile. Das AMG Performance-Lenkrad in Leder/Alcantara verfügt über einen speziell ausgeformten Griffbereich, eine hochwertige Echtmetallspange sowie einen unten abgeflachten Lenkradkranz mit 370 Millimeter Durchmesser. Die sieben Gänge des Doppelkupp-lungsgetriebes werden mithilfe der beiden Schaltpaddles gewechselt. Zwei zentrale Monitore im SLS AMG Cockpit dienen der Überwachung des Renngeschehens. Links und rechts des unteren Bildschirms befinden sich die Bedienelemente für das Funksystem, mit dessen Hilfe Bernd Mayländer und Pete Tibbetts mit der Rennleitung sowie untereinander kommunizieren können. Ein zweiter Innenspiegel ermöglicht dem Beifahrer einen Blick auf die Formel-1-Rennwagen. Im Zentraldisplay des Kombi-Instruments und im Deckel des Handschuhfachs ist das sogenannte „Marshalling System“ integriert: Hier sehen Fahrer und Beifahrer exakt die gleichen Signale wie die Formel-1-Fahrer in deren Cockpits – so zeigen die jeweiligen LEDs an, wenn gelbe oder grüne Flaggen geschwenkt werden. Am vorderen Ende der Instrumententafel sind LEDs für den Status des Leuchtbalkens sowie eine Onboard-Kamera angebracht; sie ist auf Bernd Mayländer gerichtet.


C 63 AMG T-Modell erneut Official F1™ Medical Car

Neben dem SLS AMG ist ein weiteres AMG Hochleistungsfahrzeug in der Formel-1-Weltmeisterschaft aktiv. Wie schon 2008 und 2009 sorgt das C 63 AMG T-Modell als Medical Car für eine schnelle Notfallversorgung im Falle eines Unfalls. Der Kombi folgt dem Formel-1-Feld in der Startrunde, weil in dieser kritischen Phase des Rennens die Rennwagen noch besonders dicht beisammen sind. Das Konzept des AMG Kombis passt perfekt auf die Anforderungen der Formel 1: Hohe Fahrdynamik garantiert nicht nur der AMG 6,3-Liter-V8-Motor mit 336 kW (457 PS) und 600 Newtonmeter Drehmoment, sondern auch die AMG SPEEDSHIFT PLUS 7G-TRONIC, das einstellbare Gewindefahrwerk, die AMG Leichtmetallräder mit Pneus der Dimension 235/35 R 19 (vorn) und 255/30 R 19 (hinten), die Differenzialsperre, das 3-Stufen-ESP sowie die leistungsfähige AMG Hochleistungs-Bremsanlage mit innen belüfteten und gelochten Verbundbremsscheiben an der Vorderachse. Die neue AMG Frontschürze mit vergrößerten Kühlluftöffnungen weist auf die optimierte Wasser-, Motoröl-, Getriebeöl- und Servolenkungs-Kühlung hin. Unsichtbar, aber unüberhörbar ist der markante AMG V8-Sound, der aus den neuen Endschalldämpfern der AMG Sportabgasanlage entweicht. Wie das Safety Car zeigt auch das Medical Car seine Ausnahmerolle durch die F1‑Logos, den Leuchtbalken auf dem Dach sowie die stroboskopartigen LED-Blitzlichter an Front und Heck. Der besseren Visualisierung bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter dient das mit LEDs beleuchtete Nummernschild mit Medical-Car-Schriftzug an der Heckklappe.

Gefahren wird das Medical Car vom Rennfahrer Alan van de Merwe (Südafrika); sein Beifahrer ist der offizielle FIA-Grand-Prix-Chefarzt Dr. Gary Hartstein (Belgien). Im Fond nehmen zwei assistierende Mediziner Platz, die aus einer ausgesuchten Spezialklinik nahe der jeweiligen Rennstrecke stammen. Im 485 Liter großen Kofferraum des C 63 AMG T-Modells findet die komplette Notfallausrüstung inklusive Defibrillator und Beatmungsgerät Platz. Vier AMG Sportschalensitze mit Sechspunktgurten, zwei in der Mittelkonsole integrierte Monitore zur Überwachung des Renngeschehens sowie eine Funkausrüstung zur Kommunikation mit der Rennleitung unterscheiden das Medical Car innen vom serienmäßigen C 63 AMG T-Modell.

AMG PERFORMANCE STUDIO für Entwicklung verantwortlich

Für Entwicklung, rennstreckenspezifische Erprobung und Aufbau der vier Wagen  – es gibt je ein Einsatz- und ein Ersatzfahrzeug – sind die Spezialisten des AMG PERFORMANCE STUDIOS in enger Abstimmung mit der Versuchsmannschaft der AMG Gesamtfahrzeugentwicklung verantwortlich. Das Know-how aus über 40 Jahren Motorsport wurde ebenso genutzt wie die große Erfahrung bei der Konzeption sportlicher High-Performance-Auto-mobile. Zahlreiche Versuchsfahrten auf verschiedenen Rennstrecken dienten der Fahrwerkabstimmung und Absicherung aller Systeme und Komponenten. Zwei hoch qualifizierte AMG Techniker betreuen den Einsatz von Safety Car und  Medical Car bei allen 19 Formel-1-Rennen. (www.mercedes-benz.de, Bilder: Mercedes, Text: Mercedes, Redaktion)

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